Wie die tschechische Tussetkapelle in den Bayerischen Wald kam
Zu den Sehenswürdigkeiten der kleinen tschechischen Gemeinde Tusset ( tschechisch Stozek) im Dreiländereck Bayern/Böhmen/Oberösterreich nah an der Grenze zum Bayerischen Wald zählt die Tusset-Kapelle. Die hölzerne Marien-Wallfahrtskapelle am Hang des 1065 Meter hohen Tussetbergs wurde 1791 errichtet und 1988 restauriert. Tusset erreicht man vom Bayerischen Wald aus über den Grenzübergang Philippsreut.
Nur wenige Kilometer weiter findet sich auf der deutschen Seite in Philippsreut ein exakter Nachbau der Tussetkapelle. Man schrieb das Jahr 1985, der Eiserne Vorgang war noch undurchdringlich, als eine Gruppe von Vertriebenen zur Tat schritt. Da die althergebrachte Wallfahrtskapelle für die Gläubigen nicht zugänglich war, sollte in Philippsreut eine originalgetreue Nachbildung der Kirche entstehen – an einem schönen und würdigen Platz mit Blick auf den Böhmerwald. Die Gemeinde Philippsreut zeigte sich aufgeschlossen und förderte das Projekt. Vor 1945 hatte es enge Beziehungen zwischen Philippsreut und den benachbarten Gemeinden im Böhmerwald gegeben, die Menschen aus dem Bayrischen Wald machten oft Wallfahrten zur Muttergottes am Tussetberg. Nun wurde auch eifrig gespendet und ein Münchner Architekt baute die Kapelle. Am 27. Juli 1985 wurde die neue Tussetkapelle geweiht.
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